Eine Epidemie entsteht, wenn sich eine Krankheit in einer Bevölkerung schnell ausbreitet. Wenn sie mehrere Kontinente betrifft, spricht man von einer Pandemie. Die beteiligten Mikroben (Viren, Bakterien, Pilze) werden unter dem Begriff Pathogene zusammengefasst.
Ein Krankheitserreger ist ständig in Bewegung: Er mutiert, passt sich an und kann manchmal zwischen Menschen, Tieren und der Umwelt zirkulieren. Wenn man diese unsichtbaren Veränderungen versteht, kann man Epidemien schneller erkennen und ihre Ausbreitung verlangsamen.
Genetische, klinische oder Umweltanalysen produzieren heutzutage riesige Mengen an Daten über Krankheitserreger. Diese Daten aus Krankenhäusern, Laboren und Veterinärämtern müssen miteinander verknüpft werden, um ein klares Bild von den Gesundheitsrisiken zu erhalten.
Mehr als 1. 400 Krankheitserreger können den Menschen infizieren
Quelle: Taylor et al., Philos Trans R Soc Lond B Biol Sci., 2001
Etwa 60 % der neu auftretenden Infektionskrankheiten stammen von Tieren: Die Überwachung dieser Artengrenzen ist von entscheidender Bedeutung
Quelle: Jones et al., Nature, 2008 / Weltgesundheitsorganisation
Während der Pandemie gehörte die Schweiz weltweit zu den Top 5 der Länder, die die meisten Gensequenzen des für COVID-19 verantwortlichen Virus geteilt haben
Quelle: Neves et al., Microbial Genomics, 2023
Den Beginn einer Epidemie oder eine Antibiotikaresistenz frühzeitig erkennen.
Besser verstehen, ob eine neue Mikrobe ansteckend oder gefährlich ist.
Daten von Mensch, Tier und Umwelt miteinander verknüpfen.
Beschleunigen Sie die Entwicklung von Tests, Behandlungen und Impfstoffen.
Den Gesundheitsbehörden helfen, schnelle Entscheidungen zu treffen