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Daten als Kernstück der Krebsbehandlung

Was ist Krebs?

Krebs entsteht, wenn bestimmte Zellen in unserem Körper anfangen, unkontrolliert und unordentlich zu wachsen. Mit der Zeit bilden diese Zellen Tumore, die in die Organe eindringen und deren Funktion stören können.

Warum ist es komplex?

Hinter dem Begriff „Krebs“ verbergen sich tatsächlich Hunderte verschiedener Erkrankungen, von denen jede ihre eigenen Mutationen und Resistenzen aufweist. Zudem steht der Tumor in Wechselwirkung mit dem Immunsystem und dem umliegenden Gewebe, was sein Verständnis und seine Behandlung noch weiter erschwert.

Mehr Daten für ein besseres Verständnis

Um eine Krebserkrankung zu verstehen, müssen zunächst Daten aus der medizinischen Nachsorge, aus bildgebenden Verfahren, aus der Analyse der Tumor-DNA und aus anderen Quellen gesammelt und miteinander verknüpft werden, um die am besten geeignete Behandlung zu wählen.

In der Schweiz wird jedes Jahr durchschnittlich bei etwa 48.000 Menschen eine Krebserkrankung neu diagnostiziert
Quelle: Monitoringsystem Sucht und chronische nichtübertragbare Krankheiten / Bundesamt für Gesundheit, 2023

In der Schweiz sind 24 % aller Todesfälle auf Krebs zurückzuführen (zweithäufigste Todesursache nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen)
Quelle: Bundesamt für Statistik, 2023

Ein Krebspatient kann bis zu 1 Terabyte an biomedizinischen Daten generieren, darunter Multi-Omik-Analysen, klinische Untersuchungen und bildgebende Verfahren.
Quelle: Barker & Lee, Cancer Research, 2022

In diesem Zusammenhang ermöglicht die Bioinformatik:

  • Vergleichen Sie die Molekularprofile von Tausenden von Patienten.

  • Die verantwortlichen Mutationen identifizieren.

  • Den Tumor Zelle für Zelle analysieren

  • Ärzten bei der Wahl der richtigen Behandlung helfen

  • Neue Medikamente virtuell testen

Wissenschaftliche Ansprechpartner*innen für diesen Themenbereich:
Dr. Valérie Barbié – Schweizerisches Institut für Bioinformatik (SIB)
Prof. Olivier Michielin – Universitätskliniken Genf (HUG), Schweizerisches Institut für Bioinformatik (SIB)
Prof. Vincent Zoete – Universität Lausanne (UNIL), Schweizerisches Institut für Bioinformatik (SIB)

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