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Auf dem Weg zu einer vertrauenswürdigen KI: der Schweizer Weg

Warum spricht man von „vertrauenswürdiger KI“?

Eine Filmempfehlung hat nicht dieselben Konsequenzen wie das Stellen einer Diagnose oder die Unterstützung einer umweltpolitischen Entscheidung. Eine vertrauenswürdige KI in den Lebenswissenschaften muss daher auf hochwertigen Daten, streng evaluierten Methoden und einer fachkundigen menschlichen Aufsicht beruhen. In Genf trägt ein wissenschaftliches und internationales Netzwerk zur Entwicklung dieser Ansätze bei.

Datensouveränität: Muss man sich zwischen Datenschutz und Zusammenarbeit entscheiden?

Datensouveränität bedeutet, die Kontrolle darüber zu behalten, wie Daten gespeichert, weitergegeben und genutzt werden. In der Schweiz stützt sie sich auf nationale Infrastrukturen (insbesondere gesicherte Infrastrukturen für sensible Daten wie Gesundheitsdaten) und auf wissenschaftliches Fachwissen im Bereich des Datenmanagements, ermöglicht aber gleichzeitig den internationalen Austausch, der wissenschaftliche Entdeckungen vorantreibt. Datenschutz und internationale Zusammenarbeit ergänzen sich somit.

Warum spielt Genf eine Schlüsselrolle für KI in den Biowissenschaften?

Genf vereint ein einzigartiges Ökosystem aus Wissenschaftlern, Krankenhäusern, internationalen Organisationen und Dateninfrastrukturen. Diese Nähe fördert die Entwicklung von Referenzdaten, wissenschaftlichen Standards und internationalen Kooperationen, die für eine vertrauenswürdige KI unerlässlich sind. Als Stadt des Multilateralismus ist Genf ein Schnittpunkt zwischen Wissenschaft, globaler Gesundheit und internationaler Governance. In dieser Funktion wird die Stadt 2027 Gastgeber des Weltgipfels zur KI sein.

Christophe Dessimoz

Der Aufbau einer vertrauenswürdigen KI für Lebewesen beginnt mit hochwertigen Daten – ein Bereich, in dem Genf eine Schlüsselrolle spielt.

Christophe Dessimoz
Direktor des Schweizerischen Instituts für Bioinformatik (SIB), Professor an der Universität Lausanne (UNIL)

Quelle: Schweizerisches Institut für Bioinformatik (SIB), Foto: Nicolas Righetti | Montag, 13.

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