In der Präzisionsonkologie stehen Daten im Mittelpunkt der medizinischen Entscheidungsfindung. Dank des molekularen Profils des Tumors behandeln wir nicht mehr „einen Krebs“, sondern den für jeden Patienten und jede Patientin spezifischen Krebs. Die KI unterstützt diesen Ansatz, indem sie Tausende von Parametern einbezieht, um die Wahl der Therapie zu verfeinern.
Unsere Arbeit ähnelt ein wenig der eines Detektivs: Wir müssen herausfinden, was die DNA des Tumors so einzigartig macht, und dann unter den vorhandenen Medikamenten diejenigen identifizieren, die die besten Erfolgsaussichten haben. Die Ärzte können sich dann auf diese „Beweise“ stützen, um die Behandlung zu steuern.
Nach mehreren erfolglosen Behandlungen ergab eine eingehende Analyse meiner Tumordaten, dass eine Immuntherapie, die bei nur 1 % der Patient*innen mit einer ähnlichen Krebserkrankung wirksam ist, in meinem Fall Erfolg versprechen könnte. Dieser Ansatz gab mir neue Hoffnung und erwies sich als wirksam.