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Wenn Standardtherapien versagen, eröffnet die Bioinformatik neue Wege. Sie ermöglicht es, die Auswirkungen patientenspezifischer Mutationen zu modellieren und deren Einfluss auf das Fortschreiten der Krebserkrankung oder auf das Ansprechen auf andere Therapien vorherzusagen. Diese Ergebnisse, die im molekularen Tumorboard von Ärzten und Genetikern besprochen werden, helfen bei der Auswahl der besten Therapieoptionen.
Die DNA enthält die Anweisungen zur Herstellung der Proteine, die unsere Zellen zum Funktionieren bringen. Wenn eine Mutation in der DNA auftritt, können sich die Struktur und die Aktivität des Proteins verändern und zur Auslösung von Krebs beitragen.
Mithilfe der molekularen Computermodellierung lässt sich feststellen, ob sich ein Medikament in ein mutiertes Protein einfügen kann, um dessen abnormale Aktivität zu blockieren.
Hier, in Blau, ein mutiertes und überaktiviertes Protein (BRAF), das bestimmte Hautkrebsarten (Melanome) verursacht.
In der Mitte, rosa umrandet (und als „Kugeln und Stäbchen“ dargestellt): Das getestete Medikament (Dabrafenib) passt wie ein Schlüssel in ein Schloss in das mutierte Protein hinein und blockiert dessen abnormale Aktivität.