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Daten für eine maßgeschneiderte Pflege

Was ist personalisierte Gesundheit?

Jede Person ist einzigartig. Die personalisierte Gesundheit stützt sich auf immer genauere Informationen über jede/n Einzelne/n (medizinische Daten, biologische und genetische Analysen, Lebensgewohnheiten und Umwelt), um eine gezieltere und auf jede/n Einzelne/n zugeschnittene Pflege anbieten zu können.

Warum ist es komplex?

Ein und dieselbe Krankheit kann von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich verlaufen. Diese Unterschiede sind das Ergebnis komplexer Wechselwirkungen zwischen Genen, Umwelt und Lebensstil, die für jeden Menschen spezifisch sind. Um sie zu verstehen, müssen zahlreiche Faktoren analysiert werden, wobei die Sicherheit und Vertraulichkeit von Gesundheitsdaten gewährleistet werden muss.

Mehr Daten für eine bessere Behandlung

Molekularanalysen, medizinische Bilder, vernetzte Alltagssensoren... unsere Gesundheitsdaten werden immer zahlreicher. Isoliert betrachtet sagen sie wenig aus. Wenn sie integriert und miteinander verglichen werden, ergeben sich Hinweise darauf, wie man Krankheiten besser verstehen und medizinische Entscheidungen präziser steuern kann.

Über 90 % der häufigen Erkrankungen (Krebs, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen…) sind auf zahlreiche Gene – sowie auf Umweltfaktoren – zurückzuführen.
Quelle: Lewis & Vassos, Genome Medicine, 2020

In der Schweiz stehen der Forschung dank dem Schweizer Netzwerk für personalisierte Gesundheit (SPHN) die Daten von über 800'000 Patienten zur Verfügung.
Quelle: Swiss Personalized Health Network / SIB Swiss Institute of Bioinformatics

Das menschliche Genom enthält etwa 6 Milliarden DNA-„Buchstaben“. Ihre vollständige Entschlüsselung, die sogenannte Sequenzierung, kann mehr als 100 GB Rohdaten zur Analyse liefern.
Quelle: Stephens et al., PLOS Biology, 2015

Hier ermöglicht die Bioinformatik:

  • Gesundheitsdaten auf sichere Weise austauschen.

  • Komplexe Daten analysieren und verknüpfen

  • Individuelle Risikofaktoren identifizieren

  • Die Diagnose beschleunigen

  • Die Wahl der am besten geeigneten Behandlung anleiten

Wissenschaftlicher Ansprechpartner für diesen Themenbereich:
Dr. Mark Ibberson – Schweizerisches Institut für Bioinformatik (SIB)

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