Wie Daten unsere Beziehung zum Lebenden verändert haben
Staunen · Beschreiben · Einordnen
Zeichnungen und Notizen: Die Umwelt, wie sie das menschliche Auge wahrnimmt
Aristoteles beschreibt erstmals verschiedene Tierarten

Titelbild des Buches „Geschichte der Tiere“ – Historia animalium (Aristoteles) (Neuauflage von 1619)
Carl von Linné legt den Grundstein für die erste Klassifizierung der Lebewesen

Von Linné (Carl Gustav Ekeberg) um 1749 klassifizierte Fische, Kopffüßer und Quallen
Darwin erklärt die Evolution der Arten durch die natürliche Selektion

Schematische Darstellung eines der allerersten phylogenetischen Stammbäume, Notizbuch von Charles Darwin (1837)
Quelle: Wikimedia Commons
Verstehen · Erfassen · Bewahren
Das Lebendige wird zu einem Kulturerbe, das auf lokaler Ebene dokumentiert und bewahrt werden muss
Schweizer Nationalpark: einer der ersten Nationalparks Europas
Messen · Überwachen · Regulieren
Bestandsaufnahmen, Umweltverschmutzung, Klima: Die Umwelt lässt sich nun quantifizieren
Einrichtung von Messnetzen zur Überwachung der Luft-, Wasser- und Bodenqualität
Bildnachweis: iStock
Übereinkommen über die biologische Vielfalt (CBD, Brasilien)

Bildnachweis: Bild von Janneke Alkema von Pixabay
Digitalisieren · Standardisieren · Teilen
Das Lebendige wird allmählich „als Daten gespeichert“
Umfangreiche Digitalisierung der Bestände der Naturkundemuseen
Mitbegründungvon UniProt (Schweiz, Vereinigtes Königreich und USA), einer weltweiten Proteindatenbank zum Verständnis der Mechanismen des Lebens
Erste Analysen von Umwelt-DNA zur Identifizierung von Arten

Bildnachweis: iStock
Sammeln · Verknüpfen · Verbinden
Sensoren, Satelliten, KI: Milliarden von Daten aus aller Welt müssen erfasst und analysiert werden
Das europäische Programm „Copernicus“: Erd- und Umweltbeobachtung per Satellit

Bildquelle: NASA / USGS Landsat – Lena-Flussdelta (2000)
Mithilfe von KI lassen sich Gebiete vorhersagen, die vorrangig geschützt werden sollten
Karten, die die Einstufung der vorrangig zu schützenden Gebiete in Madagaskar veranschaulichen, die auf der Grundlage der Verbreitung endemischer Baumarten und eines begrenzten Budgets erstellt wurde, das es ermöglicht, bis zu 10 % der Gesamtfläche als Schutzgebiete auszuweisen.
Quelle: Adaptiert aus Silvestro et al., Improving biodiversity protection through artificial intelligence. Nat Sustain (2022)
Start von „Biodiversity Meets Data “: (Nahezu) Echtzeit-Überwachung der Biodiversität mithilfe von Bioinformatik und KI

Vorausschauen · Wiederherstellen · Innovieren
Vorausschauende und umfassende Modelle: Daten zur Risikovorhersage und als Orientierungshilfe für Maßnahmen
2030: Weltweites Ziel, 30 % der Land- und Meeresflächen mithilfe von Daten zu schützen
Digitale Zwillinge von Ökosystemen: Simulationen, die möglichst viele Daten aus der Natur einbeziehen, um deren Entwicklung vorherzusagen und sie besser zu schützen

Bildnachweis: Unsplash